Kokadi Wraptai und Kokadi Wrapstar im Vergleich

Hier mal ein bildlicher Vergleich zwischen dem Kokadi Wraptai und Kokadi Wrapstar.
Der einzige Unterschied liegt hier im Verschließen des Hüftgurtes.
Der Wraptai ist zum binden und der Wrapstar mit einer Schnalle zum klicken.
Sonst sind die Modelle vollkommen gleich. Das schöne an diesen Tragehilfen ist der beliebte und gut gepolsterte Hüftgurt.

Ich teste verschiedene Onbus

Aktuell hab ich große Freude daran mich durch die verschiedenen Onbus zu testen. Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich sie sich alle tragen lassen obwohl die Schitte und die „Zutaten“ sich sehr ähnlich sind.

In diesem Post werden ich immer wieder neue Erfahrungen ergänzen.
Fakten zum Onbu findet Ihr in einem anderen Beitrag, klicke hier

25.06.2016 – Kokadi Onbu

Vor 2 Tagen kam mein lang ersehnter Kokadi Onbu und ich muss sagen, das ich mich sofort verliebt habe. Er ist sehr angenehm auf den Schulter und mein Sohn sitzt gut darin. Er hat das Potenzial mein Lieblingsonbu zu werden.

Kokadi Onbu - better-carry Trageberatung München

30.03.2016 – Light Onbu Sterntuch Toddler

Jetzt will mein Zwerg ja schon laufen laufen laufen…
Aber die kleinen Beinchen machen noch keinen ganzen Spaziergang mit, deswegen ist es gut was zum Tragen dabei zu haben. In meinem Fall meinen neuen Onbu von Sterntuch 😍
Er ist wahnsinnig praktisch und passt locker in die Handtasche. Wenn die Hände frei sind gehts auch locker mit 2 Hunden und Kind.

Gassi gehen im Onbu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.03.2016 – Light Onbu Sterntuch Toddler

Ich habe mein Sortiment um einen weiteren Onbu, diesmal von Sterntuch, erweitert.

Es ist ein Lightonbu ohne Schnickschnack.
Noch ist er meinem Zwerg etwas groß, aber wir trainieren fleißig.
Zur Qualität des Onbus kann ich bis jetzt folgendes sagen:
Er ist schön, gut verarbeitet und passt mir gut 😊
Danke an Iris Stern www.sterntuch.de

Trageberatung München

28.01.2016 – Onbu Madame Jordan

Ich teste gerade einen Onbu Gr 1 von Madame Jordan, den ich mir ausgeliehen habe. Dieses Foto entstand auf einem Tuppermeeting am Montag.

Vormittags muss der Zwerg mit zum Meeting, denn am Montag wurde der neue Prospekt mit den Angeboten vorgestellt. Das wollte ich nicht verpassen! Dort ist natürlich nichts Kindersicher, daher is der sicherste Ort auf Mamas Rücken.

Da der Onbu (ab Laufalter geeignet) keinen Bauchgurt hat, kann man sich damit auch wunderbar hin setzen 😊

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Fakten zum Onbu

Was ist ein Onbu?

der Onbu ist eine Tragehilfe die ohne den manchmal störenden Bauchgurt aus kommt. Sie ist ähnlich wie ein Rucksack aufgebaut. Das Kind sitzt jedoch bequem wie in jeder guten Tragehilfe und in einem Tragetuch. Mit dem Onbu trägt man das Kind sehr weit oben auf dem Rücken, was dem Kind die möglichkeit gibt gut über die Schulter des Trägers zu schauen.
Um meine Tests zu den unterschiedlichen Onbus zu sehen, klicke hier

Ab wann ist der Onbu geeignet?
Hier scheiden sich die Geister und die Frage wiederholt sich regelmäßg in den Foren. Meine Empfehlung ist ab Laufalter (das Kind läuft bereits frei, die Wirbelsäule ist komplett aufgerichtet). Durch den fehlenden Bauchgurt des Onbus lastet das ganze Gewicht des Kindes auf den Schulterträgern und so entsteht Zug auf den Rücken. Dieser ist bei ein Kind ab Laufalter unbedenklich, bei kleineren Kindern nicht zu empfehlen.

Warum sollte man verschiedene Onbus testen?
Bei keiner anderen Tragehilfe ist das persönliche Empfinden so unterschiedlich wie beim Onbu. Da das gesammte Gewicht nur auf den Schultern liegt sind die richtige Passform, die Polsterung und die Länge der Träger nur einige ausschlaggebende Punkte. Daher empfehle ich mehrer Onbus im Vergleich und mit dem eigenen Kind direkt in einer Trageberatung zu testen. Das Anlegen an sich wird vorab mit einer Tragepuppe geübt.

Warum sollte man das Tragen im Onbu trainieren?
Tragen im Onbu ist eine andere Belastung für die Schultern und die Muskulatur wie in einer Tragehilfe mit Bauchgurt.
Bei meinem ersten Test habe ich die neue Belastung unterschätzt und hoffnungslos übertrieben.
Ich trug bei einem Tuppermeeting 2,5 Stunden am Stück im Onbu. Das Ergebnis war eine Zerrung unter dem rechten Schlüsselbein, die mich eine Zeit lang begleitet hat. :-/
Jetzt bin ich klüger und habe mit kurzen Trainingseinheiten begonnen und trage von Mal zu Mal länger. So klappt es wunderbar und gerade im Sommer freue ich mich das ich keinen drückenden Bauchgurt tragen muss, der meine Rundungen unvorteilhaft in Szene setzt. 😉

 

Was sind die wichtigsten Fragen zum Tragen im Onbu? Hier die Fakten.

Zu diesem Bild:

Ich trainiere weiter mit dem Onbu und habe ihn jetzt immer ganz klein gepackt in der Handtasche dabei. So auch im Baumark als meinem Zwerg im Einkaufswagen die Augen zu gefallen sind , also ab auf den Rücken und schon begann der Mittagsschlaf. Sehr praktisch!

Was tragt ihr noch so, wenn ihr euer Kind tragt?

Jeden Tag müssen wir mindestens zweimal mit unserem Hund raus, wenn nicht öfter. Ohne Tragehilfe oder Tragetuch wäre dies deutlich komplizierter und meine Routen teilweise eingeschränkt. Ich bin durch das Tragen (auf dem Rücken) sehr flexibel, auch wenn ich hin und wieder meinen Kinderwagen nutze.

Tragen heißt aber für meinen Sohn nicht, das er nicht mitnehmen kann was er liebt. Mädchen nehmen ihre Puppen mit, sie tragen sie teilweise selbst, in kleinen Puppentragehilfen oder im Arm.

Mein Sohn hat sich heute gedacht, dass kann ich auch! Und weigerte sich seinen Ball in der Wohnung zu lassen. Was dazu führt, das ich nun mit einem Fußball auf meinem Rücken herumlaufe.

Man sieht also das unsere Kinder, auch getragen ihren eigenen Willen haben. 😉

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Als Trageberaterin bleibe ich immer up to date

Alle 2 Monate findet der Stamtisch für Trageberaterinnen des Tragenetzwerks in München statt. Für mich ist das ein absoluter Pflichttermin und ich habe im letzten Jahr auch kaum einen versäumt.

Wieso finde ich das so wichtig?

Ich freue mich auf jeden Stammtisch da ich dort meine Kolleginnen aus München, dem Umland und sogar aus Rosenheim sehe. Wir quatschen nicht nur sondern tauschen ins über verschiedene Beratungsthemen aus, testen neue Tragehilfe, binden gemeinsam Tücher und sprechen über alls das was es so neues gibt. Die Tragewelt ist mittlerweile groß, es gibt immer wieder neue Hersteller und Produkte. Für mich ist dieser Stammtisch (neben kostspieligen Fortbildungen) eine tolle Möglichkeit mich zu informieren und spaß macht es auch noch.

Gestern war Christina von Lovaloom zu Gast. Vor einem Jahr hatte sie ihre exklusiven Tücher bereits schonmal vorgestellt. Sie sind wunderschön und bewegen sich eher im hohen Preissegment. Sie werden mit viel liebe von ihr entworfen und in einem kleinen Familienbetrieb in Florenz gewebt. Bisher hatte sie eher Tücher für größere Kinder produziert. Jetzt gibt es mit Love by Lovaloom auch eine dünne Neugeborenenserie, die preislich im mittleren Segment (140€-180€) liegt und sich wunderbar auch mit den ganz kleinen binden lässt.

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Tragen ist für beide Seiten von Vorteil

Es gibt Momente im Leben wo es schön wäre, wenn das Kind (Laufalter) mal einen Moment an Ort und Stelle bleiben würde. Auch wir Eltern müssen mal was erledigen, wo wir unser Kind vielleicht nicht jede Sekunde im Blick haben können, da bringt das Tragen viele Vorteile.

Kennst Du das?

Wir waren am Wochenende mit dem Wohnwagen auf einem Hundetreffen. Bis zum Abbau war unser Stellplatz eingezäunt, was dem Hunde, unserem Sohn und uns sowohl Freiheit als auch Sicherheit gab. Doch irgdenwann war das Wochenende dann vorbei und wir mussten abbauen. Doch was macht man mit dem Laufling, währen der Zaun eingepackt wird?

Mein Mann hatte folgende Lösung, frei nach dem Motto: Klappt ja beim Hund auch gut… 😂

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Unser Sohn fand das natürlich nicht lustig und wir haben ihn sofort wieder befreit. (Weder Hund noch Kind sind in irgeneiner Form zu schaden gekommen!)

In Momenten wie diesen frage ich mich oft, wie schaffe das andere Eltern ohne eine Tragehilfe/-tuch? Es ist mir ein Rätsel, denn es verschafft mir so viel Freiheit und Entlastung. Es geht sicher auch ohne, aber ich will diese Möglichkeit nicht missen und ich denke mein Sohn auch nicht. 💜

Später waren wir dann lieber wieder so unterwegs:

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Meine Team aus Tragepuppen

Heute ist Theo bei mir eingezogen, eine neue Tragepuppe.
Ich habe Ihn von einer lieben Kollegin übernommen und hoffe das er hier bald einiges zu tun bekommt.

Theo ist 66 cm groß und hat ca 4,5 kg. Er ist mit seinen Maßen und dem Gewicht ideal für Beratungen zum Thema Rückenbindeweisen (zB einfach Rucksack, Double Hammock usw.) und Toddlerberatungen.

Für die Beratung habe ich nun mein Team komplett:
Die Kleinste Tragepuppe entspricht Neugeborenenalter 48cm 2,8kg, die beiden mittleren ist 52cm und 56cm mit ca 3,5kg und Theo mit 66 cm hat 4,5 kg.

Zu jeder Beraung bringe ich 2 Puppen mit, eine davon entspricht der Größe des Kindes.
Durch das passende Gewicht und die Größe wirken die Puppen autentisch.
Wir üben stets erst mit der Puppe, binden aber am Schluss mindesten ein Mal mit deinem Kind. So bekommst du die Sicherheit, wie es zu Hause mit deinem Baby sein wird.

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Babylegs – ein must have zu jeder Jahreszeit

Babylegs sind kleine Beinstulpen für Kinder, die man zu jeder Jahreszeit zu unterschiedlichen Gelegenheiten nutzen kann. Ich liebe sie! 💖

Im Sommer nutze ich sie statt einer Hose, kombiniert mit einer hübschen Stoffwinden (natürlich auch mit Wegwerfwindeln) und einem Body. Sie dienen nicht nur als wärmende Schicht, wenn es windig und trotzdem warm ist, sondern auch als Sonnen-/UV-Schutz an heißen Tagen. Ich kann sie jederzeit leicht an- und ausziehen oder hoch- und runterschieben. Auch unter einer dünnen Hose am Abend machen sie sich gut. Ich habe keine zusätzliche Schicht über dem Po und pfiffig sieht es auch aus.

Im Winter nutze ich sie statt einer Strumpfhose, das erleichtert das Wickeln. Ist es sehr kalt, kann ich sie auch über die Strumpfhose oder zum verlängern der Hosenbeine (gerade beim Tragen) gut benutzen. Auch wenn ich merke, ich habe die Temparatur doch nicht richtig eingeschätzt, kann ich sie im nachhinein noch zusatzlich an- und wenn nötig auch über die Füßchen ziehen.

Ich habe möglichst immer welche dabei! Auch ich selbst verwende die Babylegs hin und wieder gerne manchmal als Pulswärmer. Sie passen sehr lange und sparen damit sogar Geld.

Sehr beliebt sind die Beinstulpen auch bei Windelfreibabys oder in der Zeit des trocken werdens, da die Kids sie einfach anlassen können und nur die Unterhose herunter ziehen müssen. Bei Mädels dienen sie auch als alternative zu Leggins oder zum aufmotzen eines Outfits. Gerne werden hier auch 2 unterschiedliche Stulpen verwendet, das sieht besonders frech aus. 😉

Meine aktuellen Favouriten sind die Beinstulpen von Kokadi. Sie sind sehr hübsch und passen meinen schmalen Sohn super. Durch den weichen Gummi sind sie aber auch für kräftigere Babys geeignet.

Ich nutze auch Beinstulpen der Firmen Babylegs (BL) und welche die ich beim Kangatraining gekauft habe. Ich mag sie alle 😊

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Babylegs passen allen Kindern und sind eine sinnvolle Ergänzung – better-carry.de Trageberatung München

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Fidella Flytai Babysize, er passt und passt und passt

Heute hab ich nur den Flytai Babysize von Fidella mit zum Geburtstagsessen bei meinen Eltern genommen, absichtlich. 😊

Hier der Vergleich:

  • mein Sohn ist 17 Monate, ich hab die Träger über den Po aufgefächert um den Steg zu verbreitern und das Gewicht besser zu verteilen. Die Arme hat er natürlich raus genommeny
  • mein Neffe ist 5 Monate und ich finde die Trage passt super 😍

Diese Trage ist ein Meitai und ist in 2 größen (Babysize und Newsize) erhältlich. Sie hat einen Hüftgurt zum Binden und auffächerbare Träger die zusätzlich gepolstert sind. Da die Träger aufgefächert werden können ist es möglich die Träger auf der Schulter und (ab Sitzalter) über dem Po des Kindes aufzufächern. Dies verteilt das Gewicht besser und verbreitert den Steg der Tragehilfe.

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Tragen tröstet unsere Babys und das ist wissenschaftlich belegt


Warum Tragen tröstet

Junge Eltern kennen das: Sobald man sein schreiendes Baby herumträgt, beruhigt es sich. Bei Stillstand oder wenn man gar versucht, es abzulegen, geht das Gebrüll wieder los. Was das Tragen so tröstlich macht, haben Forscher nun untersucht. Offenbar hat es bei Menschen, Mäusen und anderen Säugetieren die gleiche beruhigende Wirkung.

Bedürfnis nach Nähe
Die Studie in „Current Biology“:
„Infant Calming Responses during Maternal Carrying in Humans and Mice“ von Gianluca Esposito et al., erschienen am 18. April 2013.
Alle Säugetierjungen wie auch Menschenkinder brauchen zu Beginn ein hohes Maß an Fürsorge und Zuwendung, das ist wesentlich für eine gesunde körperliche und psychische Entwicklung. Um die Versorgung sicherzustellen, hat der Nachwuchs wirksame Tricks auf Lager. Instinktiv sucht er die Nähe zur Mutter und protestiert bei Trennung mitunter lautstark sowie mit heftigen Bewegungen.

Für die Bindung ist dieses sichtbare und unüberhörbare Verhalten ebenso wichtig wie die mütterliche bzw. väterliche Liebe, denn so wird die notwendige Zuwendung eingefordert. Die meisten Eltern wissen ebenso instinktiv, dass es fast immer hilft, ihr Kind hochzunehmen und herumzutragen. Es hört auf zu weinen und wird körperlich ganz ruhig.

Herzschlag beruhigt sich
Was dabei genau passiert, haben Forscher um Gianluca Esposito vom japanischen RIKEN Brain Science Institute nun experimentell untersucht. Sie führten eine Reihe von Tests mit zwölf Babys im Alter von ein bis sechs Monaten und ihren Müttern durch. Dabei wurden die beruhigenden Wirkungen von Krippe, einfachem Gehaltenwerden und Herumtragen verglichen, zwar hinsichtlich des Verhaltens des Kindes, seiner Lautäußerungen und seines Herzschlags.

Dabei zeigte sich, dass tatsächlich nichts so effektiv ist wie das Herumtragen. Schreiende und zappelnde Babys wurden nicht nur ruhig, auch die Rate ihres Herzschlags sank augenblicklich, nachdem sie aufgenommen und herumgetragen wurden. Wurde sie nur gehalten, war die Reaktion weit weniger deutlich und der Herzschlag veränderte sich kaum, offensichtlich spielt auch die Bewegung eine wesentliche Rolle. Bei nicht weinenden Babys fiel die Herzschlagrate beim Tragen laut den Forschern ebenfalls ab. In der Krippe wurde der Zustand in der Regel schlimmer.

Mäuse wollen getragen werden
Das Herumtragen ist kein exklusiv menschliches Phänomen, zahlreiche andere Säugetiere wie Löwen, Eichhörnchen, Katzen oder Mäuse tragen ihren Nachwuchs ebenfalls, mangels Armen benutzen sie dafür eine etwas andere Technik. Mit einem sanften Biss schnappen sie die Jungen im Nacken. Diese nehmen typischerweise eine bestimmte Trageposition ein, bei der sie die Hinterbeine einrollen. Wie sich das Tragen auf die Jungtiere auswirkt, ist kaum untersucht. Die Forscher vermuteten, dass die Haltungsänderung ähnlich wie beim Menschen von physischen Reaktionen begleitet wird.

Bei ihren Experimenten wurden junge Mäuse etwas abseits vom Muttertier in einen Behälter gesetzt, aus dem sie sich nicht selbst befreien konnten. Bei der „Errettung“ – d.h. beim Wegtragen – durch die Mutter beruhigten sich die Mäusejungen ebenfalls augenblicklich: Sie hörten auf, Schreie im Ultraschallbereich auszustoßen und ihre Herzschlagrate sank. Das reine Halten hatte bei den Tier- wie bei den Menschenbabys eine weniger beruhigende Wirkung.

Der Effekt setzte zudem auch dann ein, wenn ein Forscher das Jungtier an derselben Stelle im Nacken aufnahm und trug. Zusatzversuche legen nahe, dass die Berührung ebendort und die Eigenwahrnehmung im Raum für die sedierende Wirkung verantwortlich sind. Gesteuert werde die Reaktion durch Parasympathikus und über das Kleinhirn.

Babys „machen sich leicht“
Weitere Experimente lassen vermuten, dass auch die eingerollte Trageposition der Jungtiere kein Zufall ist. Die kompakte Form erleichtert dem Muttertier offensichtlich das Tragen. Diese Transportreaktion könne man auch bei Menschenbabys beobachten, die durch ihre Haltung die Last für die Mutter verringern.

Evolutionär betrachtet hatte der „Beruhigungsreflex“ für Menschen und Tiere wahrscheinlich mehrfachen Nutzen, wie die Forscher schreiben. Nicht nur stärkte er die Mutter-Kind-Bindung an sich, in Notfällen begünstigte er auch das Überleben. Mit einem ruhigen, leicht tragbaren Baby konnte die Mutter schneller fliehen.

Die Ergebnisse seien aber auch für heutige Eltern bzw. zeitgemäße „Notfälle“ interessant. Denn wenn Babys nach dem Ablegen wieder zu schreien beginnen, ist das nicht der bösartige Versuch, ihre Eltern zu kontrollieren. Es ist einfach ein natürlicher und körperlicher Reflex. Wenn sich Eltern dessen bewusst wären, wären sie auch weniger frustriert.

Eva Obermüller, science.ORF.at

 

Quelle: http://sciencev2.orf.at/stories/1716241/